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Freitag, 29. August 2014

Wir tragen die Bildung zu Grabe - Aufruf zum Flashmob am 19. September 2014


Liebe Mitprotestierende,

einige werden es sicherlich schon mitbekommen haben, die Bewegung in Bildung ruft zu einer neuen Aktion zum Start des Schuljahres auf.
Am 19. September 2014 treffen wir uns in München am Sendlinger Tor und initiieren einen Trauermarsch zum Kultusministerium.


Warum protestieren wir? Hier ein paar Punkte:

  • zu große Klassen, quer durch alle Schularten
  • individuelle Förderung der Schüler kaum möglich
  • ständiger Lehrerwechsel
  • zu viel Unterrichtsausfall
  • schlechte Behandlung der angestellten Lehrer
  • zu wenige Lehrer werden eingestellt bzw. verbeamtet
  • Ausbeutung der Lehrer im Referendariat

Ihr wisst alle, dass man diese Liste noch beliebig fortsetzen könnte!


Wie soll das Ganze nun ablaufen? Ein vorläufiger Plan:

Wir treffen uns am 19. September um Punkt 19 Uhr am Sendlinger Tor. Ihr werdet die Gruppe gut erkennen können, denn um 19 Uhr sollte bereits ein offener Sarg irgendwo unter dem Sendlinger Tor platziert sein. Diesen Sarg werden wir symbolisch befüllen, vor allem mit Kreide, die ihr bitte mitnehmt! Ein paar werden auch noch andere Sachen in den Sarg legen, das wird noch geklärt.
Sobald alle damit fertig sind, wird es eine knappe Trauerrede geben, ehe wir uns mit dem Sarg aufmachen in Richtung Kultusministerium. Dabei folgt ihr einfach (in stiller Trauer) den Sargträgern.
Dabei werden wir auch noch ein paar Grabkerzen verteilen, um es noch authentischer zum machen.
Am KM angekommen, wird noch eine Kleinigkeit geplant, dazu mehr, sobald es druckreif ist.
Da es sich wie gesagt um einen Trauermarsch handelt, wäre es wichtig, dass ihr alle in schwarzer Kleidung kommt! Es muss nicht euer feinster schwarze Anzug sein, aber irgendwas in schwarz wäre toll! Wenn ihr nichts habt, dann auch so kommen, aber besser wäre in schwarz. ;)


Was muss ich machen? Für die Lesefaulen:

  • 19. September 2014, 19:00 Uhr zum Sendlinger Tor kommen
  • schwarze Kleidung anziehen (!!!)
  • etwas Kreide mitbringen
  • in stiller Trauer dem Sarg folgen
  • alle Kollegen und Bekannten mitnehmen oder einladen

weitere Details gibt es auf unserer Facebook-Seite, wo ihr bitte alle fleißig auf „teilnehmen“ drückt: https://www.facebook.com/events/672177922857422/

Donnerstag, 31. Juli 2014

Aufruf zum Flashmob am 26.7.2014 in München + Berichterstattung in der Presse

Es geht wieder los!
Alle (halbe) Jahre hoffen und bangen viele auf Nachrichten aus dem KM und mal wieder gab es viele herbe Enttäuschungen, obwohl doch so dringend Lehrer benötigt werden! 


Laut Schätzungen der SPD-Landtagsfraktion werden zum kommenden Schuljahr 5220 Bewerber keine feste Stelle erhalten, obwohl doch so dringend Lehrer benötigt werden! So kann und darf es nicht weiter gehen!!

  Darum möchten wir wiederum mit altbewährten Mitteln auf die verbesserungswürdige Bildungspolitik im Freistaat aufmerksam machen. 

Am Samstag, den 26.7., starten wir einen Flashmob in der Neuhauser Straße in München. Ausgangspunkt ist der Brunnen vor der Neuhauser Straße 8, gleich neben der St. Michael Kirche. Zur Veranschaulichung findet ihr ein Bild am Ende dieses Postings.
Außerdem kann hier der Flyer abgerufen werden, der im Rahmen des Flashmobs verteilt werden wird.

Hier nun der Ablauf:

Jeder hat bitte eine bunte Kreide dabei und nimmt sie in die Hand.

- um Punkt 12 Uhr (High Noon) malt ein Vertreter von Bewegung in Bildung eine dicke rote Linie mit Kreide auf den Boden. Diese symbolisiert den Einstellungsstopp
- danach stellt er sich hinter genau dieser Linie auf und markiert somit den Beginn einer Schlange
- dahinter stellen sich die restlichen Teilnehmer des Flashmob einzeln hintereinander auf, jeder mit der Kreide in der Hand
- so verharren wir dann schweigend etwa 5 Minuten
- nach Ablauf dieser Zeit gibt wiederum der Vertreter von Bewegung in B ildung das Signal
- er wirft seine bunte Kreide auf den Boden, zertritt sie und verlässt den Bereich zügig
- die Schlange hinter ihm folgt diesem Beispiel. Sobald also Euer Vordermann/Vorderfrau die Kreide zertritt und weggeht, macht ihr dasselbe
- Achtet darauf, beim Weggehen nicht die rote Linie zu überqueren!
- Achtet auch darauf, dass Ihr, wenn Ihr Euch hinterher noch treffen wollt, dies nicht in unmittelbarer Umgebung. macht. Die Aktion soll schnell vorüber sein und als Spuren nur die bunten Kreideflecken auf dem Boden hinterlassen!







Rot markiert die gezogene Linie, schwarz die geplante Schlange dahinter.

Ihr findet den Flashmob auch auf Facebook unter: www.facebook.com/events/353123694834692/?ref=4
Bitte teilt diese Veranstaltung und bewerbt sie bei Freunden und Kollegen!  


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Folgendermaßen berichtet die Presse über den Flashmob
 

Sonntag, 20. Juli 2014

Sammlung von Äußerungen und Reaktionen seitens Politik und Interessensverbänden

Veröffentlichte Reaktionen, die noch nicht in diesem Archiv aufgeführt sind, bitte per E-Mail melden. Vielen Dank!


Äußerungen aus der Politik




Äußerungen der Interessensverbände



Freitag, 23. Mai 2014

BRIEF AN DIE ELTERN

Bewegung in Bildung steht nicht still!
Der nächste Einstellungstermin rückt näher und es wird wieder Zeit, die Öffentlichkeit auf die Lage an den bayerischen Schulen aufmerksam zu machen. 


Bewegung in Bildung hat deshalb einen knappen Brief an die Eltern verfasst. Dieser beinhaltet bewusst keine Handlungsmöglichkeiten, sondern möchte lediglich informieren. 

Der Brief findet sich am Ende dieses Blogeintrags in Textform sowie hier als pdf-Download.

Wer motiviert ist, diesen unter die Leute zu bringen, soll bitte folgendes tun:
Holt an eurer Schule die Erlaubnis ein, ob ihr diesen Brief veröffentlichen dürft. Wenn ja, kopiert ihn und gebt ihn Euren Schülern mit. Dann wird sich die Kunde schnell verbreiten.
Fragt aber unbedingt vorher nach, ihr könntet sonst Schwierigkeiten bekommen!
Jeder, der den Brief auf andere Art und Weise in Umlauf bringen will, ist herzlichst eingeladen, das zu tun.
Lasst uns mal wieder für etwas Bewegung in Bildung sorgen!


Sehr geehrte Eltern,
die Situation für Junglehrer an den bayerischen Schulen ist alles andere als ideal.
Viele, die keine der wenigen Planstellen, die der Staat vergibt, erhalten haben, haben befristete Zeitverträge unterschrieben. Diese erstrecken sich auf den Zeitraum bis zum 29.7., also bis Schuljahresende, was für diese Lehrer bedeutet, dass sie sich für den Zeitraum der Sommerferien arbeitssuchend melden müssen. Somit beziehen sie den gesamten August sowie die erste Septemberhälfte, also sechs Wochen lang, kein Gehalt.
Zusätzlich werden diejenigen jungen Lehrer, die erst zum Halbjahr des
laufenden Schuljahres einen Vertrag an einer Schule angetreten haben, über die Pfingstferien ausgestellt, beziehen also für diesen Zeitraum ebenfalls kein Gehalt.
Darüber hinaus unterrichten viele Lehrer an Schulformen, für die sie nicht ausgebildet wurden. So ist es gang und gäbe, dass Gymnasiallehrer an Real-, Mittel- und Förderschulen eingesetzt werden.
Auch zahlreiche Realschullehrer müssen mittlerweile schulartfremd unterrichten.
Begründet wird diese Praxis damit, dass all die ausgebildeten Lehrer an den Schulen nicht benötigt würden. Doch ist das wirklich der Fall?
  •  zahlreiche Klassen zählen immer noch mehr als 30 Schüler 
  • dadurch fehlen der Lehrkraft die Möglichkeiten, individuell auf einzelne Schüler einzugehen, ihre Stärken zu fördern, ihre Schwächen zu beheben
  • sobald an einer Schule eine Lehrkraft längerfristig ausfällt, sind die Schulen häufig nicht in der Lage, den dadurch bedingten Unterrichtsausfall aufzufangen 
  • teils werden Fächer fachfremd von Lehrern, die dafür nicht ausgebildet wurden, unterrichtet
Unter diesen Bedingungen leiden nicht nur die Lehrer, es leiden vor allem auch die Schüler.
Die finanziellen Möglichkeiten, diese Missstände zu beheben, sind gegeben. Dafür müssten jedoch mehr Lehrer eingestellt werden.
Bildung ist unser wichtigster Rohstoff, an dem nicht gespart werden darf. Wir brauchen endlich Bewegung in Bildung.
 Mit freundlichen Grüßen
Bewegung in Bildung



Donnerstag, 22. Mai 2014

Pressearchiv

Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die vielen Berichte in Presse, Funk und Fernsehen nun in einem eigenen Eintrag gesammelt.
Veröffentlichte Reaktionen, die noch nicht in diesem Archiv aufgeführt sind, bitte per E-Mail melden. Vielen Dank!


Darstellungen in Zeitungen und auf Onlinemedien


Beiträge in Fernsehen und Radio

Montag, 17. März 2014

Rückblick auf die Demonstration von Bewegung in Bildung am 8.3.2014

Mehrere hundert Interessierte beteiligten sich am 8.3.2014 in München an der Demonstration von Bewegung in Bildung für eine bessere Bildungspolitik.
Die Teilnehmer versammelten sich zunächst am Maxmonument zu einer Anfangskundgebung, bei der Vertreter von Gymnasium und Realschule die aktuellen Missstände an den Schulen, die durch die Unterversorgung mit hauptamtlichen, fertig ausgebildeten Lehrkräften bedingt sind, anprangerten.







Danach formierte sich ein Protestzug, der sich lautstark und farbenfroh über die Ludwigstraße zum Max-Joseph-Platz bewegte.









Im Rahmen der Zwischenkundgebung äußerten sich Sprecher der Unterstützer-organsiationen der Demonstration sowie Vertreter aus der Schüler- und Elternschaft.


Ulrike Wagner-Withöft von der Referendars- und Junglehrervertretung (RJV) im Bayerischen Philologenverband (BPV)
Thomas Becker von der Aktion gute Schule e.V. aus der Perspektive der Eltern
Gele Neubäcker von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Frederic von Creytz von der Münchner StadtSchülerInnenVertretung









Ihren Abschluss fand die Demonstration schließlich vor dem Kultusministerium. Dort verlasen die Organisatoren ein Zwischenzeugnis für die bayerische Staatsregierung, welches hier vollständig eingesehen werden kann. Dieses Zeugnis wurde im Anschluss an der Tür des Kultusministeriums befestigt.







Als finalen Akt zertraten die Teilnehmer danach mitgebrachte Kreide. Dieser Akt symbolisiert wie bereits bei den Flashmobs die Perspektivlosigkeit der jungen Lehrer angesichts der aktuellen Bildungspolitik und hinterließ auch am Salvatorplatz ein buntes Bild.


 





 

Die Organisatoren bedanken sich bei den Unterstützern für deren tatkräftige Hilfestellung im Vorfeld sowie bei der reibungslosen Durchführung der Demonstration und bei allen Teilnehmern für ihr Engagement und ihre Solidarität. Bewegung in Bildung wird sich weiterhin für die Ziele der Initiative stark machen. Eine unmittelbare Reaktion auf die Demonstration wird aus einer Pressemitteilung des Kultusministeriums ersichtlich.

Weitere Darstellungen der Veranstaltung finden sich unter folgenden Links: